Wassertraegerin - Zille

Berliner Mundart - Denkste Puppe!

Besuch nach die Ostzone? Zujezojen? Keen Problem - Hier kannste dir schlau machn damitte nich dastehst wiene Flöte

Also wat is ...?

A - Aalen, Aaloogen, Aasen, Abend, Abfahren, Abfallen, Abflöhen, Abfuttern, Abhuppen!, Abjang!, Abjebrieht, Abjebrochna, Abjegangen werden, Abjehalftert, Abjeäschert, Abnehm, Abrabatzen, Abschrammen, Abschwimmen, Abstoßen, Abstrapzieren, sich, Abzoppen, Achsel, Achtjroschenjunge, Amüsemang, Atze
B - Baa-affe!, Backebeere, Backfeifenjesichte, Baden, Bahne!, Balbier, Balg, Balle, Ballerjandroppen, Balleröse, Bemme, Besuchsbesen, Brett, Broila, Brühpulla, Buchte, Budike, Bäckerbeene, Bärme
C - Casus knusus, Champignon, Charlottenburjer, Currypieka
D - Dachhase, Dachsbeene, Dag, Dalbern, Dalberei, Damm, Dammlig, Danke!, Du kannst mir ma anne Pupe schmatzen
E - Ebend, Echt Talmi, Ecke, Eeks!, Eenen Abbeißen, Eenjal, Ehekrüppel, Ehrenwort, Ehrpuzelig, Ei, Einkriegjezeck
F - Fack Fack!, Fahrebund, Falle, Fallen, Falsch, Familienknicker, Fangen, Fannkuchenjesichte, Fannkuchn uff Beene, Fassade, Faulfieber, Faulheit, Fauzen
G - Genieren, Graf Kacke, Gub!, Gum
H -
I - Inne S-Bahn jeborn
J - Jedeck, Jejend, Jullitaucher, Jummiquetscher, Järtnerwurscht, Jöre
K - Kahn, Keule, Knorke
L - Liebensjewürzich, Lorke
M - Melangklöterich, Molle, Moppelkotze
N - Nieselpriem
O - Omme
P - Piepel, Piesepampel, Pimpalinge, Pullabrause
Q -
R - Ritzenschieber
S - Schlafbursche, Schweineöde, Stampe
T - Tunneleule
U - Uff Abbruch, Uffjeplustat, Urst
V - Futschi, Vabumfiedeln, Vafatz da
W -
X -
Y -

Berliner Dialekt

Das Berlinische ist die zentrale Umgangssprache eines Gebietes, das sich über Berlin, Brandenburg, Teile Mecklenburg-Vorpommerns und Sachsen-Anhalts erstreckt.

Der Berliner Dialekt hat sich aus dem mittel- und niederdeutschen entwickelt. Bis heute gibt es wenig Geschriebenes. Durch die Verwendung des Hochdeutschen besteht hierfür aber auch keine Notwendigkeit. So bleibt der Berliner Dialekt eine Mundart.

Erfreuen wir uns trotzdem daran!

Aalen

1. In de Ferien wer 't mir orntlich ausaalen. 2. Da ha 't mir aber jeaalt
(1. Sich faul dehnen und recken. 2. Sich gütlich tun)

Nach oben

Aaloogen

Er macht Aaloogen
(Glotzaugen. Er sieht (mit Unglück bringenden Augen) in die Karten)

Nach oben

Aasen

Aas doch nich so mit's Jänseschmalz
(Vergeuden)

Nach oben

Abend

Zu'n Abend zusamm!
(Guten Abend)
Sprich: Aamt
Sprüche: Is'n scheener Abend heite morjen. Die Nacht mecht ick mal bei Dage sehn. Je scheener der Abend je scheener de Damens

Nach oben

Abfahren

Er is abjefahrn
(Er ist davon gegangen oder auch gestorben)

Nach oben

Abfallen

Fällt for mir nich ooch een bischen was ab?
(Bekomme ich auch was?)

Nach oben

Abflöhen

Wir ham se orntlich agjeflöht
(Jemandem Geld abnehmen)

Nach oben

Abfuttern

Jroße Abfutterung nennt man een Mahl, dit man aus jesellschaftlichen Jründen jeben muss
(Oder z. B. den Kindern ihr Abendbrot geben)

Nach oben

Abhuppen!

Jeh weg!
(Verschwinde)

Nach oben

Abjang!

Jeh wech!
(Verschwinde!)

Nach oben

Abjebrieht

(Unempfindlich gegen Tadel)

Nach oben

Abjebrochna

N Kleena
(Kleiner Typ)

Nach oben

Abjegangen werden

(Aus der Schule fliegen)

Nach oben

Abjehalftert

Den ham se abjehalftert
(Entlassen, abgebaut)

Nach oben

Abjeäschert

(Abgehetzt)

Nach oben

Abnehm

Ick jeh zum Fotografn - Ick muss mir abnehm lassen
(Sich fotografieren lassen)

Nach oben

Abrabatzen

(Fronarbeit, mühsames Arbeiten)

Nach oben

Abschrammen

Der Maikeber schrammt ab
(Wegfliegen, auch sterben, plötzlich weggehen)

Nach oben

Abschwimmen

(Weggehen)

Nach oben

Abstoßen

So ville wer't wol noch abstoßen können
(Geld übrig haben)

Nach oben

Abstrapzieren, sich

(Sich abmühen)

Nach oben

Abzoppen

(Abziehen)

Nach oben

Achsel

Wat uf de leichte Achsel nehmen
(etwas leicht nehmen)

Nach oben

Achtjroschenjunge

(Spitzel)

Nach oben

Amüsemang

Wennde dir tüchtig amüsieren tust
(Sich amüsieren)

Nach oben

Atze

Jroßer Bruda
(Großer Bruder)

Nach oben

Baa-affe!

(Neugierig zuschauendes Kind)

Nach oben

Backebeere

Weil se so injeschrumpelt is
(Alte Jungfer)
Synonyme: Backbirne

Nach oben

Backfeifenjesichte

Ein Gesicht, dem man beim ersten Anblick eine Ohrfeige geben möchte
Synonyme: Ohrfeijengesichte

Nach oben

Baden

Jehn se baden!
(Gehen Sie weg!)

Nach oben

Bahne!

Ruf beim Wettrennen
(Bahn frei)

Nach oben

Balbier

Übern Löffel balbieren
(Betrügen)

Nach oben

Balg

(Kind)
Synonyme: Plural: Bälje, Bäljer
Sprich: Balch

Nach oben

Balle

Nu wird et mir balle ze bunt
(bald)

Nach oben

Ballerjandroppen

(Baldriantropfen)

Nach oben

Balleröse

(Ballettänzerin)

Nach oben

Bemme

Eene beleechte Stulle
(Belegtes Brot)

Nach oben

Besuchsbesen

Schöna Strauß Blumen für die jeehrte Jastjeberin
(Blumen für die Gastgeberin)

Nach oben

Brett

Wenn dir eena sacht "Los - Brett ran", dann stehste uff, jehst zur Tür und machstse zu. So eenfach is ditte.
(Tür)

Nach oben

Broila

Det is een jold jebratnes Hähnchen
(Halbes Hähnchen)

Nach oben

Brühpulla

Eene schöne Wurst mit Schrippe
(Bockwurst)

Nach oben

Buchte

Kleenet Zimma wode leben tust
(Kleines Zimmer)

Nach oben

Budike

Hier kriegste Molle mit Kompott und keina stört dir dabei
(Kneipe)

Nach oben

Bäckerbeene

(X-Beine)

Nach oben

Bärme

Taugt nichts mehr
(Hefe. Was jetzt noch kommt, taugt nichts mehr: Der Weißbierwirt lässt beim Einschenken einen Rest in der Flasche. Wenn der Gast diesen auch verlangt sagt der Wirt: Wat nachkommt is Bärme)

Nach oben

Casus knusus

(Die Schwierigkeit)

Nach oben

Champignon

Scherzhaft für Champion
(Der Sieger im Ringkampf)

Nach oben

Charlottenburjer

(Das Schnäuzen der Nase mit Hilfe der Finger)

Nach oben

Currypieka

Wenn eena keene Muckis in die Arme hat dann hatta Currypiekas
(Dünne Arme)

Nach oben

Dachhase

(Katze)

Nach oben

Dachsbeene

Kiek mal den mit de Dachsbeene
(O-Beine)

Nach oben

Dag

Dag ooch
(Guten Tag)
Sprich: Dach
Sprüche: Je länger der Dag je scheener de Leite

Nach oben

Dalbern, Dalberei

(Täppischen Spaß machen)

Nach oben

Damm

Für die Kindas: Dette mir nich übern Damm loofst!
(Breite Straße)

Nach oben

Dammlig

(Albern)

Nach oben

Danke!

Musike war nich, jedanzt ha'm wa doch
(Etwas war nicht so doll. Na vielen Dank auch)

Nach oben

Du kannst mir ma anne Pupe schmatzen

Du bist mich sowat von ejal
(Du kannst mich mal)

Nach oben

Ebend

Na ebend dadrum
(Das ist grade der Grund)
Sprich: ehmt

Nach oben

Echt Talmi

(unecht)

Nach oben

Ecke

(Ausschlag am Mund, Griebe)

Nach oben

Eeks!

(Ausdruck von Ekels oder Abscheu)

Nach oben

Eenen Abbeißen

(Einen Schnaps trinken)

Nach oben

Eenjal

Is mich partut eenjal
(Ist mir gleich)
Synonyme: eingal (Gebildetes berlinerisch: entstanden aus der Verschmelzung von einerlei und egal)

Nach oben

Ehekrüppel

(Pantoffelheld, Ehemann)

Nach oben

Ehrenwort

Ick jebs kleene Ehrenwort
(Wenn man etwas nicht sicher weiß)

Nach oben

Ehrpuzelig

Er macht seinen Ehrpuzelijen
(Er hat ein komisch ehrsames Wesen)

Nach oben

Ei

Det hat so seine Eier
(Es ist nicht so leicht, wie es aussieht)

Nach oben

Einkriegjezeck

Det is was de Jören hinten im Hof machen wennse Langeweele ham
(Fangen spielen)

Nach oben

Fack Fack!

Ick jleich uffjesprungen und fack fack hin bei ihn!
(rasch)

Nach oben

Fahrebund

(Vagabund)

Nach oben

Falle

(Bett)

Nach oben

Fallen

Wie't fällt so bullert's!
(Aussuchen ist nicht erlaubt)
Sprüche: Fall man nich, sonst fällste. Der Ferd scheint hinjefallen zu sind (Sehr alte Äußerung des teilnehmenden Bürgers beim Fall eines Pferdes)

Nach oben

Falsch

Ick bin so falsch uf den Kerl!
(Böse)

Nach oben

Familienknicker

(Großer Regenschirm)

Nach oben

Fangen

Fangt's nich bald los?
(Anfangen und losgehen)

Nach oben

Fannkuchenjesichte

(aufgedunsenes Gesicht)

Nach oben

Fannkuchn uff Beene

Eena der zuviel jefuttert hat. Nu issa fett
(Dicker)

Nach oben

Fassade

(Gesicht)

Nach oben

Faulfieber

(Trägheit)

Nach oben

Faulheit

Faulheit lass los
(Wenn man sich räkelt und mit der Faulheit ringt)

Nach oben

Fauzen

(Hauen)

Nach oben

Genieren

Sprich: schenieren
Sprüche: Det geniert 'n jroßen Geist nich - und 'n kleenen jeht's nicht an

Nach oben

Graf Kacke

Dit is eena der keen Jeld hat aber so tut als oppa wat bessret wär
(Angeber)

Nach oben

Gub!

Gub is er weg
(Drückt die Schnelligkeite einer Bewegung aus)

Nach oben

Gum

Er is in gum
(angetrunken)

Nach oben

Inne S-Bahn jeborn

Wenn eena inne S-Bahn jeborn is, dann is dit eena, der nie die Türe zumacht. Weil ditte da ja quasi von selba jeht
(Jemand der immer die Tür auf lässt)

Nach oben

Jedeck

Eene Molle mit Korn
(Ein Bier und ein Schnaps)

Nach oben

Jejend

Raus aus die Stadt - rin inne Jejend. Da jibt et nüschte
(Gegend)

Nach oben

Jullitaucher

Der Jullitaucher machtn Kanal sauba
(Kanalarbeiter)

Nach oben

Jummiquetscher

(Radfahrer)

Nach oben

Järtnerwurscht

Jriene Jurke
(Grüne Gurke)

Nach oben

Jöre

Kleenet frechet Kind - ne Jöre halt
(Freches Kind)

Nach oben

Kahn

Wenn dir die Polente jeschnappt hat jehste in Kahn, wenn nich jehste ooch in Kahn und pennst
(Bett joder Knast)

Nach oben

Keule

Kleena Bruda
(Kleiner Bruder)

Nach oben

Knorke

Knorke is wenn dir deene Olle det Bier ausm Keller holt ohne jroß rumjemeckre
(Gut)

Nach oben

Liebensjewürzich

Haste nich nach jefragt, aba kriegste trotzdem
(Liebenswürdigerweise)

Nach oben

Lorke

Dünnet Jetränk, will keena, jibs den Jörn
(Verdünntes Getränk)

Nach oben

Melangklöterich

Wenn de nüschte mit dir anzufangen weeßt
(Melancholisch)

Nach oben

Molle

Een schönet Jlass Bier
(Bier)

Nach oben

Moppelkotze

Will keena fressen
(Essen, das niemandem schmeckt)

Nach oben

Nieselpriem

Een langweiljet Mensch
(Langweiler)

Nach oben

Omme

Det is deen Kopp
(Kopf)

Nach oben

Piepel

Kleena Junge
(Kleiner Junge)

Nach oben

Piesepampel

Eena der nix uffde Reihe kricht
(Versager)

Nach oben

Pimpalinge

Kleene Talers die de uff Tasche hast
(Kleingeld)

Nach oben

Pullabrause

Abjestandnes Zeuke
(Abgestandenes Getränk)

Nach oben

Ritzenschieber

Der Ritzenschieber schiebtn Dreck aus die Rillen vonne Tram mit een Stock
(Historischer Beruf: Jemand der die Schienen säuberte)

Nach oben

Schlafbursche

Stell dir vor du hast keen Jeld. Jar keen Jeld. Und da kommt eener, der och keen Jeld hat und fragt dir, oppa bei dir pennen kann. Na jut denkste - darfa fürn paar Stunden. Er kommt vonne Nachtschicht und legt sich in dein Bette und du jehst zur Arbeet. Dafür kriegstn bisschen Schotta - allet jebongt. Abba nich inne jute Stube jehn und Finger wech von die Küche und die Weebers
(Untermieter, der nur zum Schlafen kam)

Nach oben

Schweineöde

Sacht allet: hier is nix los
(Schöneweide - Stadtteil von Berlin)

Nach oben

Stampe

Kleenet billjet Tanzlokal wo de ooch ma mit Mutti hinjehn und dir ordentlich vollloofen lassen kannst
(Lokal)

Nach oben

Tunneleule

Berliner U-Bahnwagen mit ovalen Fenstern
(Berliner U-Bahnwagen mit ovalen Fenstern)

Nach oben

Uff Abbruch

Se nimmt ihn (einen reichen alten Mann) uff Abbruch un behält die Baustelle
(Junge Frau, die reichen Mann beerbt)

Nach oben

Uffjeplustat

Wenn eena immer so anjibt aba doof wie Stulle is
(Augeplustert)

Nach oben

Urst

Wenn wat wirklich knorke is denn isset ooch urst
(Super)

Nach oben

Futschi

Det is een Jetränk. Futschi dunkel: Eene Hälfte Cola, eene Hälfte Weinbrand. Oda hellet: Limmo mit Weinbrand
(Mischgetränk)

Nach oben

Vabumfiedeln

Wenn de zum Tanzen jehst, dir vollloofen lässt und bei de Meechens jroß uff Macker jemacht hast, denn haste am Schluss allet verbumfiedelt
(verschleudern)

Nach oben

Vafatz da

Det sacht der Balina wennde dir verpfeifen sollst
(Hau ab!)

Nach oben

Kennse dit schon?

Wenn eena eene jerne hat
und kann se jut verknusen
denn kannse ooch nen Puckel ham
er jloobt det is der Busen
Insgesamt befinden sich 117 Begriffe zur Berliner Mundart in der Datenbank

Kommentare

Majon22 - 2016-07-14 16:32:11
Dit is ooch schick: Jummiquetscher (Radfahrer)

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